Kurzbeschreibung (Verlag):

Mord im mittelalterlichen Köln – Fährmannstochter Myntha ermittelt wieder.
Die Bademagd Molly war allseits beliebt – besonders bei Männern, denn sie geizte nicht mit ihrer Gunst –, aber nun ist sie tot. Ermordet! Myntha, die Tochter des Fährmanns von Mülheim, ist entsetzt, als ihre Brüder ihr diese Nachricht bringen. Verdächtige gibt es genug: zum Beispiel den Pfarrer, der Mollys Dienste gerne genossen hatte, oder der Hauptmann der Wache. Doch als Myntha klar wird, dass auch ihre beiden Brüder die schreckliche Tat begangen haben könnten, ermittelt sie auf eigene Faust – und stößt auf ein tragisches Schicksal und einen verzweifelten Täter …
Zur Autorin (Verlag):
Andrea Schacht (1956 – 2017) war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die scharfzüngige Kölner Begine Almut Bossart gewannen auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern. Mit »Die elfte Jungfrau« kletterte Andrea Schacht erstmals auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, die sie auch danach mit vielen weiteren Romanen eroberte.
Meine Meinung:
Als dieses Buch herauskam, war Andrea Schacht bereits verstorben. Ihr Tod hat mich und viele ihrer Fans fassungslos zurückgelassen, war dieser doch überhaupt nicht zu erwarten und wir alle hofften auf noch viele Geschichten aus ihrer Feder.
Für mich war dieser Umstand „Mord im Badehaus“ immer noch ein wenig vor mir her zu schieben, in der Erwartung, dass dies das letzte Buch aus der damit unvollendeten Reihe um die Fährmannstochter Myntha sein würde.
Als jetzt aber bekannt wurde, das im November noch ein 5. Band aus ihrem Nachlass erscheinen wird, konnte ich mir das Vergnügen, dieses Buch zu lesen, nicht mehr verwehren.
Als die Bademagd Molly eines Tages ermordet wird und der Schöffe, der den Fall eigentlich untersuchen soll, nur wahllos offensichtlich Unbeteiligte verhaftet, beginnt Myntha nachzuforschen, da sie Molly sehr mochte. Ihr zur Seite stehen dabei wieder der Rrrabenmeister Frederic und auch ihre Brüder, die auch vom Schöffen mitverdächtigt werden. Ausserdem gelingt es Henning den Ritter ausfindig zu machen, aus dessen Diensten er geflohen war. Dass dieser als Raubritter die Gegend unsicher macht, spielt Henning in die Hände und bietet ihm die Gelegenheit, mit dem Mörder seines ursprünglichen Ritters abzurechnen.
So führt uns dieser Band der Reihe mehrfach weg vom Fährhaus, dessen Alltag natürlich wieder eine große Rolle spielt. Wir erleben die Hochzeit von Mynthas Bruder mit ihrer besten Freundin und auch ein Ritterturnier darf nicht fehlen. Dies alles schildert Andrea Schacht wie immer mit viel Liebe zum Detail und ich fühlte mich beim Lesen in die Vergangenheit versetzt. Auch einige bereits seit längerem offenen Nebenhandlungen finden in diesem Buch ihren vorläufigen Abschluss. Lore findet doch noch ihr Glück und auch das Geheimnis von Agnes wird gelüftet. Nur Myntha darf ihr Glück immer noch nicht finden. Aber dies wird dann hoffentlich in dem nun angekündigten 5. Band passieren.
Ich hatte viel Vergnügen beim Lesen und freue mich sehr, dass es noch den Abschlußband der Serie geben wird. Auch wenn dieser dann mit einem weinenden Auge gelesen werden wird, heisst es dann doch endgültig Abschied nehmen.
Von mir eine Leseempfehlung für alle Fans der Autorin und der Reihe!
9 von 10 Punkte
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Produktinformation (Amazon):
- Taschenbuch: 352 Seiten
- Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Erstmals im TB (19. Februar 2018)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3734103797
- ISBN-13: 978-3734103797
- ASIN: B06ZYFDBT7
3 Kommentare zu „Mord im Badehaus – Andrea Schacht“