Töchter der Elbchaussee – Lena Johannson

Kurzbeschreibung (Verlag):

Das Erbe der Schokoladenvilla.

Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, Frieda muss schlimme Verluste verkraften. Sie lässt sich nicht unterkriegen und möchte nach und nach ihre Nichte Sarah zur Nachfolgerin in der Schokoladenmanufaktur ausbilden. Doch Friedas Sohn hat andere Pläne. Und dann holt Frieda auch noch die Vergangenheit ein. Wird es ihr zum Verhängnis, dass sie Sarah nie adoptiert hat? Ein Kampf beginnt, der Frieda mehr als die eigene Familie kosten könnte. Kann sie diesen Kampf gewinnen?

Authentisch und berührend: nach dem Vorbild eines Hamburger Kakao-Kontors

Zur Autorin (Verlag):

Lena Johannson, 1967 in Reinbek bei Hamburg geboren, war Buchhändlerin, bevor sie als Reisejournalistin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Reisen verbinden konnte. Sie lebt als freie Autorin an der Ostsee. Bei Rütten & Loening und im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Dünenmond“, „Rügensommer“, „Himmel über der Hallig“, „Der Sommer auf Usedom“, „Die Inselbahn“, „Liebesquartett auf Usedom“, „Strandzauber“, „Die Bernsteinhexe“, „Sommernächte und Lavendelküsse“ sowie die Bestseller „Die Villa an der Elbchaussee“, „Jahre an der Elbchaussee“ und „Die Malerin des Nordlichts“ lieferbar. Mehr zur Autorin unter http://www.lena-johannson.de  

Meine Meinung:

Hamburg 1945. Der Krieg ist vorbei und die Hannemanns haben ihn mehr oder weniger heil überstanden. Auch sie haben über Verluste zu klagen, aber trotzdem geben sie nicht auf. Frieda und Ernst machen sich mit Alberts Hilfe daran Hannemann und Krüger wieder aufzubauen. Zur Seite stehen ihnen dabei Henrik und Sarah, die sich langsam aber sicher im Geschäft mit einarbeiten. Allerdings gefällt es Henrik nicht, dass seine Frau Gerlinde nicht mehr mit ins Geschäft mit einbezogen wird und statt dessen Sarah immer mehr Verantwortung übernimmt.

Man ist recht schnell wieder in der Geschichte, in Rückblicken wird auch erzählt was in den Kriegsjahren in der Familie geschehen ist. Die Geschichte ist aus Friedas Blickwinkel geschrieben und so bleibt manches für den Leser noch im Dunkeln, auch wenn man immer wieder ahnt, dass da im Hintergrund Dinge geschehen, die Frieda einfach nicht sieht. Es gibt ein Wiedersehen mit Jason, der Frieda als Freund zur Seite steht und auch Selma taucht wieder auf. Auch Clara kehrt zurück nach Europa um das Unrecht, das ihrer Familie geschehen ist aufzuklären.

Mir hat dieser abschließende Band wieder sehr gut gefallen. Es war schön zu sehen, wie Frieda sich entwickelt hat und wie sie in vielen Dingen ihren Lebensmut und ihre Kreativität weiter auslebt, auch wenn es ihr nicht immer leichtfällt. Interessant fand ich auch die Geschichte von Claras Familie, die sich an die Geschichte der Warenhäuser Hertie vor dem Krieg anlehnt. Alles in allem hatte man das Gefühl voll in der Geschichte Hamburgs und der der Schokoladenmanufaktur mit dabei zu sein. Am Ende war ich auch ein wenig traurig, dass mit dem Ende des Buches auch das Ende der Geschichte rund um Friedas Familie erreicht war. Gerade in diesem Buch sind sie mir alle doch noch einmal ans Herz gewachsen. Besonders Hans hat mich beeindruckt, der in den drei Bänden wohl die größte Entwicklung durchmacht.

Von daher kann ich auch diesen Band nur empfehlen!

9 von 10 Punkte


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Das Buch beim Verlag (inkl. Leseprobe)

Herzlichen Dank an Netgalley und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Produktinformation (Amazon):

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1. (15. Juni 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746636493
  • ISBN-13: 978-3746636498
  • ASIN: B07QWSLFVZ

3 Kommentare zu „Töchter der Elbchaussee – Lena Johannson

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