Kurzbeschreibung (Verlag):

»Im Bier wie im Tod sind in Bayern alle gleich.«
München zur Jahrhundertwende. Es ist die Zeit der pferdegezogenen Trambahnen, der riesigen Bierpaläste und der gebratenen Kapaune. Und es ist der Beginn einer jungen Wissenschaft namens Kriminalistik. Wilhelm Freiherr von Gryszinski zieht von Preußen nach Bayern, um als Sonderermittler für die Königlich Bayerische Polizeidirektion tätig zu werden und den Beamten Errungenschaften wie den Fingerabdruck und die Spurensicherung am Tatort näherzubringen. Sein erster Fall: Ein stadtbekannter Bierbeschauer wird tot an der Isar gefunden – eingehüllt in einen kostbaren Federumhang, daneben der Abdruck eines Elefantenfußes. Gryszinski kommt bald einer Verschwörung nationalen Ausmaßes auf die Spur, die ihn vor eine unsägliche Wahl stellt: Ist er eher bereit, seine Ehre als bayerischer Beamter zu verletzen oder als preußischer Offizier?
»Mit fundierten historischen Details, viel Witz und Lust am Erzählen entwirft Uta Seeburg ein wunderbar pittoreskes Bild der bayrischen Hauptstadt und ihrer Bürger im auslaufenden 19. Jahrhundert. […] Ein wunderbar gelungener Auftakt zu einer neuen Serie, auf deren Folgebände man sich jetzt schon freuen darf.« Buchkultur
Zur Autorin (Verlag):
Uta Seeburg ist Berlinerin und lebt in München. Sie arbeitete bereits als Werbetexterin, Drehbuchautorin und Redakteurin, widmet sich aber heute ausschließlich der Schriftstellerei. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin wohnt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Haidhausen.
Meine Meinung:
Wilhelm Gryszinski wartet bei der Münchner Polizei immer noch auf seinen ersten großen Mordfall. Doch als dieser dann auf ihn zukommt stellt er fest, dass manche Dinge auch mit moderner Kriminalistik nicht so einfach aufzuklären sind.
Dazu kommt, dass ihn sein Heimatland Preußen auffordert, seine Loyalität zu beweisen und einen Spion zu überführen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn auch seine Ermittlerehre erfordert es, den Mörder zu finden.
Ich habe diesen ersten Band der Reihe rund um Wilhelm Gryszinski wirklich gerne gelesen. Man taucht ein in der München kurz vor der Jahrhundertwende, dass seinen ganz eigenen Rhythmus hat. Gryszinski und seine Frau fühlen sich in München sehr viel wohler als im steifen Berlin, genießen sie hier doch auch eine gewisse Freiheit vor den Familien.
Schön beschrieben ist der Arbeitsalltag und vor allem das Essen der damaligen Zeit. Gryszinski ist ein Liebhaber der bayerischen Kochkunst und die Autorin schreibt recht poetisch über die Mahlzeiten, mit denen er sich manch Geistesblitz erarbeitet oder sich von seinen Sorgen ablenkt.
Seine Ermittlungsmethoden sind geprägt von den Erkenntnissen seines Mentors Hans Groß, der als einer der ersten eine systematische Aufnahme des Tatorts und seiner Umgebung entwickelt hat. So bekommt man als Leser einen sehr guten Einblick in die damaligen Ermittlungsmethoden.
Der Mordfall war tatsächlich ziemlich verzwickt und liefert ein Ende, dass so erst einmal nicht absehbar war. Die parallel verlaufende Spionage Ermittlung im gleichen Umfeld, birgt auch so einige Gefahren für den Ermittler mit sich, er gerät dabei mehrfach in Lebensgefahr.
Alles in allem hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen und ich freue mich auf die nachfolgenden Bände.
9 von 10 Punkte
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Das Buch beim Verlag (inkl. Leseprobe)
Weitere Rezensionen bei:
Herba von Unkraut vergeht nicht
Gabi vom Laberladen
Produktinformation (Amazon):
- Herausgeber : HarperCollins; 2. Edition (20. Juli 2021)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 352 Seiten
- ISBN-10 : 3749902852
- ISBN-13 : 978-3749902859
- Reihe: Gryszinski Reihe 1
Hallo Streifi,
schön, dass Du diese Serie auch entdeckt hast. Ich hab alle Bände gelesen und kann Dir sagen, dass die anderen Bände mit diesem ersten Band mithalten können. Sie haben mir alle sehr gut gefallen.
Liebe Grüße
Gabi
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