Kurzbeschreibung (Verlag):

Berlin/Brandenburg 1929: In den idyllisch gelegenen Lungenheilstätten Beelitz sollen sich die vielen Tuberkulosekranken aus der nahen Großstadt erholen.
Doch mysteriöserweise verschwinden aus diesen Heilstätten immer wieder Patienten und so beschließt Leo Wechsler, sich dort selbst umzusehen. Ein gefährlicher Auftrag, denn in den labyrinthischen Gängen ist nicht nur ein erbarmungsloser Mörder unterwegs, auch die hoch ansteckende Tuberkulose ist ein gefährlicher Gegner …
Zur Autorin (Verlag):
Susanne Goga lebt als Autorin und Übersetzerin in Mönchengladbach. Sie ist Mitglied des deutschen PEN-Zentrums. Außer ihrer Krimireihe um Leo Wechsler hat sie mehrere historische Romane veröffentlicht und wurde mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Goldenen HOMER für ›Mord in Babelsberg‹ und dem Silbernen HOMER für ›Nachts am Askanischen Platz‹.
Meine Meinung:
Eigentlich ist gerade recht ruhig in Leos Dienststelle, als er für einen Fall abgestellt wird, der ganz anders ist, als das, was sie sonst ermitteln. Hier geht es auch darum herauszufinden, ob wirklich ein Verbrechen stattgefunden hat. Und so macht sich Leo auf nach Beelitz wo er inkognito herausfinden soll, was mit den dort verschwundenen Patienten passiert ist. Seine Kollegen ermitteln derweil in Berlin in Aktenbergen, um Gemeinsamkeiten auf die Spur zu kommen.
Im 10. Band der Reihe erleben wir nun einen völlig anders gelagerten Fall als sonst. Es werden zwar Befragungen durchgeführt, aber es gibt keine Leiche. Dafür muss Leo sich als Tuberkulose-Kranker ausgeben, was Clara mehr Sorgen macht, als wenn er ganz normal ermittelt. Schließlich lässt sich ein Bakterium nicht mit einer Pistole abwehren. Wir erfahren viel über die Behandlungsmethoden der damaligen Zeit und wie die Patienten in Beelitz wieder aufgepäppelt werden, so dass sie wieder arbeitsfähig werden. Aber auch über Ärzte, die dem Gedanken der Eugenik zugeneigt sind und wie gefährlich ein solches Denken auch werden kann.
Mir hat dieser Fall wieder sehr gut gefallen. Die Abwechslung zwischen Leos Leben in einem abgeschotteten Universum und den Ermittlungen in Berlin fand ich sehr gelungen, da dann auch die Kollegen von Leo wieder ihre Zeit bekommen. Robert Walther ist jetzt auch wieder mit dabei und muss sich in das Team von Sonnenschein und Neufeld mit einsortieren. Und auch Leos Umfeld kommt wieder nicht zu kurz, Leos Schwester Ilse kümmert sich noch um Erika, dem Mädchen aus dem Vorgängerband und Clara hadert mit ihrer politischen Heimat.
Alles in allem war es ein undurchsichtiger und sehr spannender Fall. Zum Showdown konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da es doch sehr spannend wurde. Ich bin gespannt, wie die Autorin die Reihe weiterführen wird. Schließlich ist es nicht mehr lange bis zur dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte, die Leo und sein Team sicher auch betreffen wird.
9 von 10 Punkte
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Das Buch beim Verlag (inkl. Leseprobe)
Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und an die Autorin für die Begleitung der Leserunde bei der Büchereule!
Produktinformation (Amazon):
- Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
- Erscheinungstermin : 19. Februar 2026
- Auflage : 1.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 336 Seiten
- ISBN-10 : 3423221631
- ISBN-13 : 978-3423221634
- Abmessungen : 12.2 x 2.42 x 19.1 cm
- Reihe : Leo Wechsler 10
3 Kommentare zu „Die Geister von Beelitz – Susanne Goga“