Kurzbeschreibung (Verlag):

Wien, 1906: In einem Hotel wird die Leiche einer Prostituierten aufgefunden. Der auffällige Schmuck der jungen Frau führt Ermittler Max von Krause erneut zur Wiener Werkstätte, wo er Lili Feigl wiedertrifft. Als Lili auf eigene Faust nach dem Käufer des Schmucks sucht, stößt sie auf ein Netz aus Lügen und Intrigen, das bis in die höchsten Kreise Wiens reicht. Gemeinsam versuchen sie, den Täter zu entlarven, doch die Zeit scheint gegen sie zu spielen, denn schon bald geschieht ein weiterer Mord…
„Gold aus der Wiener Werkstätte“ von Beate Maly enthüllt die dunkle Seite des historischen Wien. Der Kriminalroman besticht durch tiefgründige Charaktere, eine spannende Handlung und lebendige Einblicke in die Wiener Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts. Ein Muss für Fans historischer Krimis und starker Ermittlerinnen.
Zur Autorin (Verlag):
Beate Maly wurde 1970 in Wien geboren, wo sie bis heute lebt. Zum Schreiben kam sie vor rund 20 Jahren. Sie widmet sich dem historischen Roman und dem historischen Kriminalroman. 2019 und 2023 war sie für den Leo-Perutz-Preis nominiert, 2021 gewann sie den Silbernen Homer, 2025 gewann sie den Bronzenen Homer.
Meine Meinung:
In einem Hotel wird eine junge Prostituierte bestialisch ermordet. Da der Hotelchef mit dem Chef von Max von Krause verwandt ist, wird dieser angehalten den Fall geheim zu halten. Als jedoch eine zweite Leiche auftaucht, lässt sich das Geschehen nicht mehr vertuschen. Und Lili Feigl ist indirekt wieder verwickelt, trugen die Toten doch eine Kette der Wiener Werkstätte bei sich, deren Entwurf von ihr stammt. Und so treffen sie und Max wieder aufeinander.
Dieser zweite Band der Reihe rund um Lili und Max (und eigentlich auch dem Reporter Herbert) betrifft die Wiener Werkstätte nur indirekt. Hierbei wird wieder das Thema der Diskriminierung von Frauen aufgebracht. Lili hat die Ketten, die die Toten bei sich hatten, entworfen und wurde aber nicht am Erlös beteiligt, weil sie ja nur eine Frau und noch dazu die Putzfrau der Wiener Werkstätte ist. Aber auch andere gesellschaftspolitische Themen nimmt die Autorin wieder auf. Unter anderen auch das Ansehen von Prostituierten in der Gesellschaft. Dabei flicht sie wieder einen wahren Fall aus dem Wien dieser Zeit mit in die Geschichte ein.
Ich mochte auch diesen Fall wieder gerne, auch wenn die Bücher etwas düsterer sind als die Reihe um Ernestine Kirsch und Anton Böck. Was aber auch daran liegt, dass Lili aus einer ganz anderen Gesellschaftsschicht kommt als die beiden. Dazu kommt, dass auch die polizeilichen Ermittlungsmöglichkeiten noch sehr viel rudimentärer sind und Neuerungen strikt abgelehnt werden. Max bekommt immer mehr Probleme mit seinem Chef, der sich allerdings durch seine Mauscheleien selbst in die Schusslinie seiner Vorgesetzten bringt. Hier zeigt sich, dass selbst die Doppelmoral ihre Grenzen hat.
Ich kann dieses Buch der Autorin wieder empfehlen und freue mich auf den dritten Band der Reihe, der in Kürze erscheinen wird.
9 von 10 Punkte
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Das Buch beim Verlag (inkl. Leseprobe)
Produktinformation (Amazon):
- Herausgeber : Emons Verlag
- Erscheinungstermin : 22. Mai 2025
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 256 Seiten
- ISBN-10 : 3740823739
- ISBN-13 : 978-3740823733
- Abmessungen : 13.2 x 2.2 x 20.2 cm
- Reihe : Lili Feigl und Max von Krause 2
3 Kommentare zu „Gold aus der Wiener Werkstätte – Beate Maly“