Kurzbeschreibung (Verlag):

»Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, eine demokratische Republik – wir müssen diese Werte wieder mit unmittelbarem, lebendigem Sinn füllen. Was wir brauchen, sind große demokratische Erzählungen und genau so eine schafft Tanja Kinkel mit ihrem Roman Im Wind der Freiheit. Auf brillante Weise gelingt es ihr, uns das erste große deutsche demokratische Aufbegehren gegen die Despotie miterleben zu lassen, als wären wir dabei, dies aus der Perspektive revolutionärer Frauen, die skandalöserweise völlig in Vergessenheit geraten sind. Tanja Kinkel zeigt uns, was die Revolution von 1848 auch war: die erste große deutsche Frauenbewegung.« Jörg Bong
1848: Die Menschen im Deutschen Bund erheben sich gegen die Macht der Fürsten und der Zensur. Während Deutschland die Morgendämmerung der Demokratie erlebt, finden in den Wirren der Zeit zwei ungleiche Frauen zueinander: Die arbeits- und mittellose Susanne, die sich auf einen gefährlichen Auftrag eingelassen hat – und die mutige Schriftstellerin und unbeirrbare Demokratin Louise Otto. Seite an Seite kämpfen sie für Freiheit und Selbstbestimmung in einer Revolution, die trotz ihres Scheiterns das Land für immer verändern wird.
Ein großer, ergreifender Roman, der mitreißend und unvergesslich erstmals davon erzählt, wie eines unserer wertvollsten Güter – die Demokratie – maßgeblich von Frauen erkämpft wurde.
Zur Autorin (Verlag):
Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, studierte Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft und erhielt diverse Literaturpreise und Stipendien. Sie ist u. a. Mitglied im Deutschen PEN, Präsidentin der Internationalen Feuchtwanger Gesellschaft L. A. und wurde mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Tanja Kinkel ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen.
Meine Meinung:
1848, es ist Revolution in Deutschen Bund. Die Menschen erheben sich für mehr Mitbestimmung, ein geeintes deutsches Reich und mehr Freiheiten. Mitten darin zwei Frauen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen. Einmal Susanne, die sich als Prostituierte mehr schlecht als recht durchschlägt und damit nicht sich, sondern auch die Mutter am Leben erhält. und die privilegierte Schriftstellerin Louise Otto, die mit ihren Schriften auch für die Demokratie und für Frauenrechte kämpft.
Tanja Kinkel bringt uns diese Situation aus einem etwas anderen Blickwinkel nahe. Denn hier geht es vor allem um die Situation der Frauen, die den Herren der Revolution ja eigentlich völlig egal war. Denn bei ihnen ging es darum die Rechte der freien Männer zu verteidigen und zu erweitern. Die Lebensrealitäten der Frauen waren da eher Hintergrundrauschen. Das Buch ist wie von der Autorin gewohnt, exzellent recherchiert und die fiktiven Anteile geschickt in die Lücken der Geschichtsschreibung hinein gesetzt.
Trotzdem bin ich nicht so richtig warm damit geworden. Vielleicht war es nicht der richtige Zeitpunkt das Buch zu lesen, oder aber diese Zeit in der Geschichte ist einfach nicht meine. Die Charaktere fand ich durchaus interessant, aber die Ungerechtigkeiten die hier dauernd auf die Frauen einprasseln, waren mir einfach zu viel. Ja, das war Realität, dessen bin ich mir bewusst, aber für mich war es einfach anstrengend mich mehr oder weniger dauerhaft mich über die Männer in dieser Geschichte aufzuregen.
Das Buch ist ein wirklich hervorragender historischer Roman. Für mich war es nur einfach nicht der richtige Stoff zur richtigen Zeit.
7 von 10 Punkte
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Das Buch beim Verlag (inkl. Leseprobe)
Herzlichen Dank an Netgalley und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
Produktinformation (Amazon):
- Herausgeber : HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH
- Erscheinungstermin : 6. März 2025
- Auflage : 1.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 480 Seiten
- ISBN-10 : 3455019269
- ISBN-13 : 978-3455019261
4 Kommentare zu „Im Wind der Freiheit – Tanja Kinkel“