Kurzbeschreibung (Verlag):

Die Vergangenheit kehrt zurück, und sie bringt den Tod mit.
1976 – Die Sommerhitze liegt schwer über dem Münsterland, als am Rand einer einsamen Landstraße die Leiche einer jungen Frau gefunden wird. Für Polizeihauptmeister Anton Hellmann ist es zunächst ein weiterer Verkehrsunfall – doch bald häufen sich die Ungereimtheiten. Die Frau trug falsche Papiere bei sich, und jemand aus dem Dorf Düsterholz scheint mehr über sie zu wissen, als er zugeben will.
Hellmann versucht, zwischen halsstarrigen Bauern, streitlustigen Hippies und einem überheblichen Kriminalkommissar die Wahrheit zu finden. Je tiefer er gräbt, desto dunkler wird das Bild eines Dorfes, das hinter seiner ländlichen Idylle ein Netz aus Lügen, Schuld und Gewalt verbirgt. Und bald weiß er, dass dieser Tod kein Unfall war – und dass der Mörder ganz in der Nähe ist.
Zum Autor (Verlag):
Tom Finnek (Pseudonym des Autors Mani Beckmann) wurde 1965 in Westfalen geboren und lebt als Filmjournalist, Drehbuchlektor und Schriftsteller in Berlin.
Unter dem Namen Mani Beckmann erschienen neben einigen Berlin-Krimis seine historischen Moor-Romane, die im Münsterland angesiedelt sind.
Unter dem Pseudonym Tom Finnek schreibt er seit 2009 historische London-Romane und Münsterland-Krimis. Tom Finnek / Mani Beckmann ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er lebt mit seiner Familie in Berlin. www.manibeckmann.de
Meine Meinung:
Anton Hellmann wird jäh aus seinem gewohnten Dorfalltag gerissen, als an der Bushaltestelle von Düsterholz eine tote Frau gefunden wird. Was zunächst wie ein tragischer Unfall mit Fahrerflucht wirkt, entpuppt sich rasch als etwas deutlich Größeres.
Schon bald zeigt sich, dass die Frau unter falschem Namen unterwegs war. Besonders brisant: Offenbar hatte sie am Vorabend versucht, Antons Nichte Christa zu erreichen. Als Christa dann beiläufig erwähnt, das Foto der Toten erinnere sie an ein RAF-Fahndungsplakat, wird Anton misstrauisch. Obwohl der Fall eigentlich in die Zuständigkeit der Kollegen in der Stadt fällt – und sich sogar das BKA einschaltet – lässt Anton nicht locker. Und schnell wird klar: Er ist weit mehr als der gemütliche Dorfpolizist, für den ihn alle halten.
Was als klassischer Dorfkrimi beginnt, entfaltet sich zu einer atmosphärisch dichten Geschichte, die tief in die Stimmung der 1970er Jahre eintaucht. Tom Finnek fängt das Münsterland dieser Zeit wunderbar ein: die politischen Spannungen, die Unsicherheiten, das Gefühl, dass unter der Oberfläche mehr brodelt, als man wahrhaben möchte. Dazu kommt eine übergreifende Storyline, die besonders für Anton und Christa noch einiges an Brisanz bereithält.
Für mich war dieser Auftakt zur Trilogie ein echter Lesegenuss. Die Mischung aus Zeitkolorit, Spannung und glaubwürdigen Figuren hat mich sofort gepackt. Ein Krimi, der nicht laut sein muss, um Wirkung zu entfalten – und der mit einem überraschenden Plot punktet. Ich freue mich auf Band 2.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
9 von 10 Punkte
Werbung:
Das Buch beim Verlag (inkl. Leseprobe)
Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und an den Autor für die Begleitung der Leserunde bei der Büchereule!
Produktinformation (Amazon):
- Herausgeber : KBV
- Erscheinungstermin : 18. Mai 2026
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 420 Seiten
- ISBN-10 : 3954417669
- ISBN-13 : 978-3954417667
- Reihe : Düsterholz 1
3 Kommentare zu „Düsterholz 1976 – Tom Finnek“