Kurzbeschreibung (Verlag):

Ein bewegender Familienroman an der Ostsee.
Warmherzig und mit feinem Humor erzählt Simone Veenstra von Versöhnung und Neuanfängen. Von einer Frau, die inmitten der rauen Natur Rügens ihre Liebe zu den Pflanzen wiederfindet – und sich selbst.
Elisas Leben ist eng getaktet. Als Landschaftsarchitektin hetzt sie von einem Projekt zum nächsten, immer erreichbar, immer unter Strom. Als ihr Vater zu einer Untersuchung ins Krankenhaus muss, willigt sie widerstrebend ein, für einige Tage sein Gutshaus auf Rügen zu hüten.
Auf der Insel angekommen, ist Elisa entsetzt. Das Haus entpuppt sich als Sanierungsprojekt, der Garten ist von Brombeerranken überwuchert, WLAN und fließend Wasser gibt es nur unter freiem Himmel. Während sie versucht, das Chaos zu bewältigen, entdeckt Elisa ihre Liebe zu den Pflanzen wieder. Sie nimmt sich des verwilderten Grundstücks an und stößt dabei auf Geheimnisse aus der Vergangenheit der Insel, die auch auf ihr eigenes Leben ein neues Licht werfen. Elisa muss sich entscheiden. Kann sie sich auf Rügen ein neues Leben aufbauen?
Ein bewegender Roman über die heilende Kraft der Natur, Familiengeheimnisse und die Chance auf einen späten Neuanfang.
Zur Autorin (Verlag):
Simone Veenstra wurde in Hessen geboren und ist in der Fränkischen Schweiz aufgewachsen. Sie ist freiberufliche Journalistin und Schriftstellerin und hat bereits zahlreiche Romane sowie Kinderbücher veröffentlicht. Außerdem ist sie Autorin für TV/Film, Hörspiel, Games und interaktive Medien. Bis 2022 führte sie, gemeinsam mit Dorothea Martin, den kleinen unabhängigen Verlag Das wilde Dutzend. Sie lebt in Berlin und auf Rügen, wo sie mit viel Liebe und Geduld einen alten Dreiseitenhof restauriert, den Brombeerhof.
Meine Meinung:
Elisa, eigentlich voll eingespannt in ihrem Job als Landschaftsarchitektin, wird abrupt aus ihrem Alltag gerissen, als ihr Vater anruft und um Hilfe bittet. Die Beziehung zwischen den beiden ist schwierig, und der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein. Doch Elisa fährt nach Rügen – nur um festzustellen, dass ihr Vater bereits auf dem Weg in die Klinik ist und sein Haus in einem Zustand, der eher nach Abriss als nach Renovierung aussieht.
Während sie versucht, sich in diesem Chaos zurechtzufinden, wird nach und nach klar, was wirklich mit ihrem Vater los ist. Und weil das Internet vor Ort eher symbolisch vorhanden ist, bleibt Elisa gar nichts anderes übrig, als langsamer zu machen. Sie beginnt, den verwilderten Garten ihres Vaters neu zu entdecken – und macht ihn schließlich zu ihrem ganz eigenen Projekt.
Zu Beginn ist Elisa sehr auf ihre Routinen fixiert, streng kontrolliert und wenig offen für Veränderungen. Die neue Situation überfordert sie, und auch die Nachbarschaft trägt nicht unbedingt zur Entspannung bei. Doch Stück für Stück setzt sich ein größeres Bild zusammen: Geheimnisse, die ihr Vater und letztlich auch ihre Mutter vor ihr verborgen haben stellen ihre gesamte Wahrnehmung ihrer Kindheit in Frage. Elisa muss sich fragen, ob sie ihren Vater wirklich zu Recht ein Leben lang verurteilt hat.
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm, die Figuren wirken authentisch und nicht überzeichnet. Für mich war es eine kleine Auszeit – ein Roman, der den Sommer auf Rügen spürbar macht und gleichzeitig eine leise, berührende Geschichte über Familie, Verletzungen und Neuanfänge erzählt.
9 von 10 Punkte
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Das Buch beim Verlag (inkl. Leseprobe)
Herzlichen Dank an Netgalley und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
Produktinformation (Amazon):
- Herausgeber : Rowohlt Wunderlich
- Erscheinungstermin : 15. Mai 2026
- Auflage : 1.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 304 Seiten
- ISBN-10 : 380520129X
- ISBN-13 : 978-3805201292
3 Kommentare zu „Brombeerblaue Tage – Simone Veenstra“