Kurzbeschreibung (Verlag):

Ralf Langroth erzählt die Meilensteine der deutschen Nachkriegsgeschichte als packende Thrillerreihe.
September 1962: Philipp Gerber, gerade zum Kriminalrat befördert, ist in den Flitterwochen – mit Journalistin Eva Herden, die inzwischen für das Bonner Spiegel-Büro arbeitet. Doch die glückliche, sorgenfreie Zeit währt nur kurz: In Deutschland herrscht aufgrund der Kuba-Krise Panikstimmung, es grassiert die Furcht vor einem Einmarsch der
Sowjets oder gar einem Atomschlag.
Während Eva über die Kuba-Krise berichten soll und nach Havanna reist, jagt Philipp in Hamburg eine Organisation, die Waffen nach Kuba schmuggelt – und gerät mitten ins Kiez-Mileu und in die Spiegel-Affäre um Franz Josef Strauß und Rudolf Augstein – eine der bis dahin größten innenpolitischen Krisen in der Geschichte der Bundesrepublik.
Band 5 der Spiegel-Bestseller-Reihe um BKA-Hauptkommissar Philipp Gerber und Journalistin Eva Herden.
Zum Autor (Verlag):
Ralf Langroth ist das Pseudonym eines Autors mit Übersetzungen in fünfzehn Sprachen. Fünf seiner Bücher sind für eine Verfilmung optioniert, darunter der erste Gerber-Band „Die Akte Adenauer“. In den Romanen um den BKA-Mann Philipp Gerber und die Journalistin Eva Herden verbindet Langroth seine beiden Stärken, die genaue Recherche und das Erzeugen hoher Spannung. Mit dem Auserzählen historischer Leerstellen präsentiert der Autor atmosphärische und packende zeitgeschichtliche Spionagethriller aus den jungen Jahren der BRD.
Meine Meinung:
Philipp und Eva sind kaum aus den Flitterwochen zurück, da wartet auch schon der nächste brisante Auftrag auf Philipp. Er wird nach Hamburg gerufen, um dort einem Waffenschmugglerring auf die Spur zu kommen. Doch der Fall entwickelt sich schnell in eine gefährliche Richtung – und bald gibt es verletzte Kollegen.
Eva hat inzwischen beim Spiegel Fuß gefasst und erhält ebenfalls einen Auftrag, der es in sich hat: Sie soll nach Kuba reisen, um ein Interview mit Fidel Castro zu führen. Damit macht sie sich auf den Weg in ein Land, das schon bald im Zentrum der Weltöffentlichkeit stehen wird.
Mit dem fünften Band rund um Philipp Gerber und Eva Herden befinden wir uns mitten in der Zeit der Kuba-Krise und der Spiegel-Affäre. Beide historischen Ereignisse spielen eine große Rolle und bringen das Leben der beiden ordentlich durcheinander. Besonders gut gefallen hat mir wieder, wie viel man über die politische Lage dieser Zeit erfährt – auch über das hinaus, was man allgemein vielleicht schon weiß. Gerade die Szenen im Weißen Haus fand ich unglaublich spannend, weil sie deutlich machen, wie knapp die Welt damals tatsächlich an einem Atomkrieg vorbeigeschrammt ist.
Auch die Hintergründe des Waffenschmuggels und die Vorgänge rund um die Spiegel-Affäre waren für mich sehr interessant. Besonders erschreckend fand ich dabei die Verstrickungen alter Nazi-Verbrecher in Geheimdienste und politische Strukturen. Hier wurde eindeutig viel zu oft ein Auge zugedrückt – oder gleich beide.
Ich mochte auch diesen fünften Fall wieder sehr gerne. Man kann mitfiebern, mitermitteln und ganz nebenbei einiges lernen. Außerdem bekommt man wieder viele Anregungen, sich noch weiter mit dieser Zeit zu beschäftigen. Neue Figuren bringen frischen Wind in die Geschichte, und auch die Entwicklung von Philipp und Eva nimmt eine spannende Richtung. Von mir aus darf es daher sehr gerne noch weitere Abenteuer mit den beiden geben – Stoff liefert die deutsche Geschichte schließlich genug.
Von mir gibt es wieder eine klare Leseempfehlung für einen gelungenen historischen Politthriller, der Spannung und Zeitgeschichte gekonnt miteinander verbindet.
9 von 10 Punkte
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Das Buch beim Verlag (inkl. Leseprobe)
Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
Produktinformation (Amazon):
- Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch
- Erscheinungstermin : 15. Mai 2026
- Auflage : 1.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 464 Seiten
- ISBN-10 : 3499018667
- ISBN-13 : 978-3499018664
- Abmessungen : 13.5 x 2.9 x 21 cm
- Reihe : Die Philipp-Gerber-Romane 5
5 Kommentare zu „Schwarzer Samstag – Ralf Langroth“