Kurzbeschreibung (Verlag):

Die erste Schlacht des Kalten Krieges
Nela wächst als Tochter einer Kommunistin auf und hilft beim Aufbau in der Sowjetischen Zone. Vom Vater redet die Mutter nur verächtlich, er ist in ihren Augen ein Kollaborateur der Nazis. Nela trifft sich heimlich in Westberlin mit ihm. Je näher sie den Vater kennenlernt, desto mehr erfährt sie über ihn und die tragische Vergangenheit der Familie. Und desto mehr muss sie ihre Ideologie hinterfragen. Als die Lage in den westlichen Sektoren Berlins sich weiter zuspitzt, gesteht ihr der Vater, für die CIA zu arbeiten, und macht sie zur Kurierin zwischen Ost und West. Bald steht Nela zwischen allen Fronten und muss entscheiden, wen sie künftig unterstützen will. Auch Erik, den sie in der Redaktion der »Jungen Welt« kennenlernt, wirft Fragen auf. Wochenlang bleibt er verschwunden und offenbart ihr nicht, wo er war. Wem kann Nela noch vertrauen?
Zum Autor (Verlag):
Titus Müller, geboren 1977, studierte Literatur, Geschichtswissenschaften und Publizistik. Mit 21 Jahren gründete er die Literaturzeitschrift »Federwelt« und veröffentlichte seither mehr als ein Dutzend Romane. Er lebt mit seiner Familie in Landshut, ist Mitglied des PEN-Clubs und wurde u.a. mit dem C.S. Lewis-Preis und dem Homer-Preis ausgezeichnet. Seine Trilogie um »Die fremde Spionin« brachte ihn auf die SPIEGEL-Bestsellerliste und wird auch von Geheimdienstinsidern gelobt.
Meine Meinung:
Nela lebt in Ost-Berlin und schreibt für die „Junge Welt“. Sie ist überzeugte Kommunistin , wie ihre Mutter. Doch als dein Kollege aus der Redaktion plötzlich verschwindet, fängt sie an Fragen zu stellen. Doch die sind nicht willkommen und Nela kommt immer mehr ins Zweifeln. Und als dann auch noch ihr Vater auftaucht und so gar nicht dem entspricht, was Nela von ihrer Mutter über ihn gehört hat, werden die Zweifel an dem woran sie glaubt immer größer. Und auch die Blockade West-Berlins ist für sie ein Punkt an dem sie nicht mehr an die Ideale glauben mag, für die sie ihr Leben lang eingestanden ist.
Titus Müller greift in diesem Roman die Zeit der Berliner Blockade auf. 1948, als der kalte Krieg seinen ersten Höhepunkt erreicht steht es spitz auf Knopf, ob es zum nächsten Krieg kommt. Die Sowjets und die politischen Führer der Sowjetbesetzten Zone wollen Westberlin für sich, die Anwesenheit des Klassenfeind soll unbedingt beseitigt werden. In diese Situation hinein setzte der Autor Nela, Tochter einer fanatischen Kommunistin und eines Vaters der für die Amerikaner arbeitet. Im Rahmen ihrer Geschichte erleben wir den Beginn der Blockade und sind dierkt mit dabei als die Entscheidung in Berlin zu bleiben fällt. Gerade diese Szenen, in denen Tatsachen geschildert werden, die man bereits kennt, erzeugen Gänsehaut beim Leser. Man weiß was kommt und fiebert trotzdem mit.
Dem Autor gelingt es hervorragend das Gefühl für die Zeit einzufangen. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf das was man bereits kennt, es werden auch kleine, aber entscheidende Details mit eingebaut, die ein tieferes Verständnis ermöglichen. Ich mochte das Buch wieder sehr gerne, es ist spannend und man nimmt vieles mit, was man noch nicht kannte. Genau so muss für mich ein historischer Roman aussehen, Unterhaltung und Information in einem.
Alles in allem ist das Buch wieder eine absolute Leseempfehlung für alle, die gerne historische Romane mit einem Politthrilleranteil lesen.
9 von 10 Punkte
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Das Buch beim Verlag (inkl. Leseprobe)
Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und an den Autor für die engagierte Begleitung der Leserunde bei der Büchereule!
Produktinformation (Amazon):
- Herausgeber : Heyne Verlag
- Erscheinungstermin : 10. Juni 2026
- Auflage : Originalausgabe
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 368 Seiten
- ISBN-10 : 3453429893
- ISBN-13 : 978-3453429895
- Abmessungen : 13.7 x 3.2 x 20.7 cm
- Buch 1 von 1 : Die Kurierin-Reihe
3 Kommentare zu „Die geheime Mission – Titus Müller“