Die Sterne von St. Pauli: Zwei Frauen, die Musik und der Beat der Freiheit

Kurzbeschreibung (Verlag):

Zwei Frauen, zwei Leben, so wild und intensiv wie die 1960er selbst. 

Hamburg, 1962: Fotografie ist Abbys Leben, das Motiv ihrer Bilder: vier junge Männer aus Liverpool. Die Beatles warten immer noch auf ihren Durchbruch und bitten Abby, sie nach England zu begleiten. Abby stürzt sich in die Arbeit, denn noch immer schmerzt sie der tragische Verlust ihrer großen Liebe Stuart tief. Bei ihrer Mitbewohnerin Sofia findet sie Halt. Doch auch diese braucht Hilfe, denn ihr Freund Lukas, der ihr zur Flucht verholfen hat, ist noch immer in Ostberlin … 

Einfühlsam und kenntnisreich schreibt Kerstin Sgonina über ein Stück legendäre Popgeschichte und zwei Frauen, die sich ihren Platz im Leben erkämpfen.

Zur Autorin (Verlag):

Obwohl sie mittlerweile mit Familie und Hund in Brandenburg lebt, ist Hamburg Kerstin Sgoninas Heimat des Herzens. Besonders interessiert die Autorin mehrerer Romane die jüngere Geschichte der Hansestadt – und als frühere passionierte Clubgängerin, Türsteherin und Sankt Paulianerin besonders die der Nachbarschaft zur Reeperbahn, die so viel mehr ist als nur eine sündige Meile.

Meine Meinung:

Abby und Stu leben mittlerweile zusammen in St. Pauli. Doch dann stirbt er plötzlich und Abby ist alleine. Zur gleichen Zeit kommt auch Sofia in Hamburg an und kommt bei Abby unter. Sie versucht dieser zu helfen, hat aber selber Probleme im Westen so richtig anzukommen. Immer mehr merkt sie wie unterschiedlich die Menschen doch mittlerweile in den beiden deutschen Staaten ticken.

Wir erfahren nun also, wie es mit Abby und den Beatles weitergeht. Denn diese bleiben ein zentrales Thema in ihrem Leben, auch nach Stus Tod. Und parallel dazu geht auch Sofias Geschichte weiter, die sich nun mit Abbys vereint. Ich muss sagen, an manchen Ecken liefen mir die beiden Handlungsstränge zu sehr nebeneinander. Das hat mir manchmal das Gefühl gegeben, dass die Geschichte nicht ganz rund ist. Gerade Sofia wirkt je nachdem völlig unterschiedlich und diese zwei Personen haben für mich einfach nicht so richtig zueinander gepasst. Abby dagegen kommt durch Stus Tod komplett aus den Tritt und findet kaum einen Weg aus der Trauer heraus. Wovon sie in dieser Zeit lebt, war mir ein wenig schleierhaft, da sie ja laufende Ausgaben hat.

Am Ende findet sich dann alles zusammen und auch die Schlußszene hat mir wieder sehr gut gefallen. Allerdings hätte das Ende für mich auch wenig weniger offen sein können. Ich hätte gerne noch mehr aus der Zeit gelesen, in der Abby und Sofia es endlich schaffen an einem Strang zu ziehen.

Ich kann das Buch trotzdem empfehlen. Es ist sehr atmosphärisch und hat Spaß gemacht beim Lesen.

8 von 10 Punkte


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Das Buch beim Verlag (inkl. Leseprobe)

Herzlichen Dank an Netgalley und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Produktinformation (Amazon):

  • Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Taschenbuch
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 11. Februar 2026
  • Auflage ‏ : ‎ 1.
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 345 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3746639700
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3746639703
  • Reihe ‏ : ‎ St. Pauli-Dilogie 2

3 Kommentare zu „Die Sterne von St. Pauli: Zwei Frauen, die Musik und der Beat der Freiheit

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